Rosa Schnell

Nomen est Omen. Es ist nicht leicht, über sie etwas zu sagen, sie hält sich zurück.

Den Verdacht, dass letzten Endes sie das Buch geschrieben hat, muss Dom eines Abends vor dem Fernseher neidvoll bestätigen. Es sitzen dort Herr Dr. Brunner und weitere aus der Reihe wir urteilen, Sie lesen und loben das Buch von Rosa Schnell. Das Buch heißt nicht Blunatek, wie von Dom vorgesehen, sondern „Schnell noch einen Imbiss ziehen.“

Sie macht sich lustig, folgert Dom daraus und will es in sein Tagebuch aufnehmen.

Dass Rosa allerdings Dom, Steiner und Schmid und Robert Schnell untereinander austauscht, macht die Sache nicht leichter. Die Dieses Buch müssen Sie lesen kommen zu keinem ausgewogenen Urteil, sie glauben, man müsse sich schon auf die Figuren und die Erzählerinnenperspektiven einlassen, will man das Buch nicht als Wurfgeschoss missbrauchen …

Unschwer zu erkennen. Dom hat das Spiel verloren. „Das aber macht doch nichts, lieber Michael, Rosa hat es dafür gewonnen, Simon hat auch etwas zurückbehalten und wir wollen nicht wieder alles auf die eigene Fahne malen, nicht wahr?

Schreib einfach ein neues Buch.

Lieber Rainer. Nach dem, was ich seit Tagen verspüre, bin ich zum Ergebnis gekommen, dass es besser ist, wenn sich unsere Wege wieder trennen [eh sie nochmal zusammenfanden]. Es ist nicht recht, sich rundum zu belasten und die Fragen überhand werden zu lassen. Ich hoffe für Dich, dass Du Deinen Weg machst. Ich wünsche mir, dass wir uns weiterhin in leichter statt schwerer Erinnerung sehen. Glaub‘ mir, es ist besser für beide – in Liebe Rosa.

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